Wochen- oder Supermarkt: Das ist hier die Frage!

In den letzten Tagen habe ich mir Gedanken zu dem Thema, Wochenmarkt oder Supermarkt gemacht. Beide Verkaufsstellen versprechen frische und zum Teil auch regionale Produkte zu verkaufen. In zwei kleinen Tests, einem Preisvergleich und einem Geschmackstest mit Freunden, habe ich der Thematik mal auf den Zahn gefühlt. Zunächst jedoch ein paar Pros und Cons.

 

Hört man die beiden Alternativen scheint der Wochenmarkt die nachhaltigere Variante zu sein. In vielen Fällen bieten die ansässigen Landwirte ihre Waren erntenah an, wodurch man nicht nur eine unvergleichbare Frische hat, man kann sich zudem über die Produkte informieren und sich beraten lassen. Bringt man seinen eigenen Jutebeutel oder vielleicht auch eigene Schalen mit, kann man außerdem eine Vielzahl an (Plastik-)Verpackungsmüll im Vergleich zum Supermarkt einsparen. Beim Einkauf auf dem Wochenmarkt unterstützt man also die lokalen Anbieter, die mit kurzen Wegen ihre Produkte dem Verbraucher anbieten. Klingt in der Theorie erstmal ganz toll, wenn es nicht dieses ABER gäbe.

Oftmals finden Wochenmärkte unter der Woche statt, was kontraproduktiv für viele Arbeitnehmer ist. (Kein Wunder, dass ich meistens Rentner auf der Wildeshauser Wochenmarkt Flaniermeile sehe.) Darüber hinaus erleichtert ein reichhaltiger Einkauf das Portemonnaie stark. Das kann man nicht leugnen. Nichtsdestotrotz hat letzteres einen positiven Effekt. Kauft man regelmäßig auf dem Wochenmarkt, ändert man sein Kaufverhalten automatisch. Man plant seinen Einkauf besser und kauft wirklich nur, dass was man braucht. Der Einkauf bekommt einen neuen Wert dadurch, dass die Produkte ihren gerechten Preis haben, denn auf dem Markt bestimmen nicht nur Nachfrage und Angebot, sondern auch der Ernteertrag im besonderen Maße, den Preis. Tja, und das beste Pro liegt im Geschmackserlebnis! Ist man Supermarktwaren gewöhnt und man geht zum Kochen mit Wochenmarktprodukten über, wird man Geschmack ganz neu erlernen. Probiert es selbst.

 

Die Vorteile vom Supermarkt sind trotzdem nicht zu verachten. Man besucht den Markt einmal und kann neben dem Lebensmitteleinkauf vieles weiteres essentielles Einkaufen. Damit hat der Supermarkt einen klaren Vorteil im Zeitaufwand. Viele Marktketten wie Rewe, Edeka und Famila werben offensiv damit für Regionalität zu stehen. Zu sehen ist dies tatsächlich im Gemüsewarensortiment, wenn man auf die Etiketten der Herkunftsregionen achtet. Immer funktioniert das nicht, aber na gut, wir wissen nun mal alle, dass Paprikas im Winter nicht in Deutschland wachsen. Deshalb ist es meines Erachtens nach um so wichtiger beim Supermarkteinkauf eine gute Einkaufsliste zu machen und selbst darauf zu achten, welche Produkte gerade Saison haben. Macht man das, greift man automatisch zu dem Gemüse, das in Deutschland gezogen wurde.

Kauft man im Supermarkt ein, unterstützt man große Konzerne der Lebensmittelproduktion. Das kann man positiv wie negativ sehen. Nicht zu verachten ist allerdings der Aufwand, der mit der Umverteilung vom Produktionsort zur Umschlagshalle zum Supermarkt betrieben wird. Unsere Produkte legen ab und an ungeahnte Wege zurück - da fragt man sich schnell, muss das wirklich sein? Hinzu kommt, dass dieser Transport und die Präsentation im Markt viele unnötige Plastik- und andere Verpackungen in Anspruch nimmt.

 

Lange Rede, kurzer Sinn. Wo man nun einkauft, sei jedem selbst überlassen. Ein Einkauf sollte immer bewusst mit einer guten Einkaufsliste begangen werden.

 

Wenn ich euch vom Einkauf beim Wochenmarkt überzeugen konnte, dann schaut doch mal hier rein. Man findet eine Vielzahl von Hofläden, Biomärkten und Wochenmärkten: https://www.mein-bauernhof.de/

 

Der Test Super- vs. Wochenmarkt findet sich hier.


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