Wintergemüse an die Macht!

Superfoods sind derzeit in aller Munde. Gemeint sind damit Lebensmittel, die einen besonders positiven Effekt auf die Gesundheit haben und sogar als Medizin genutzt werden. Quinoa verspricht viel Eiweiß, Acai Beeren haben Omega 3 Fettsäuren und Chiasamen beinhalten gleich dreifach positiv Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und machen langfristig satt. Viele dieser neuen populären Speisen finden Einzug in unsere alltägliche Küche. Vielleicht liegt es an dem stetigen Druck sich gesund zu ernähren, vielleicht liegt es an der Neugier nach neuen Geschmäcker. Doch leider reisen Lebensmittel wie Papaya, Avocados und Heidelbeeren, besonders jetzt im Winter, sehr weit um in deutschen Supermärkten verkauft zu werden.

 

Wir sollten jedoch die heimischen Superfoods nicht vergessen! Das Wintergemüse kann mehr als man manchmal denkt:

 

Pastinaken:

Zu meiner eigenen Schande ist mir dieses Gemüse erst im letzten Jahr zum ersten Mal in die Hände gekommen. Nur durch Zufall habe ich meinen Blick beim Einkauf erweitert und das Gemüse erblickt, das aussieht wie eine Möhre in einem weißen Gewand. Es ist dem Geschmack von Möhren sogar sehr nah, hat aber eine ganz eigene süßliche, kräftige und leckere Note.

Das Gemüse ist reich an ätherischen Ölen. Es bietet zudem viele Mineralstoffe, wie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium. Die Wirkstoffe der Pastinake sind harntreibend und verdauungsanregend. Bei den Rezepten findet ihr Pastinaken im Steckrübeneintopf.

 

Grünkohl:

Wusstet ihr, dass Grünkohl bereits seit einiger Zeit der Superfood-Geheimtipp in LA ist? Dort wird er vor allem in Gemüsesmoothies verarbeitet. Wenn man sich die Inhaltsstoffe vor Augen führt, ist das auch kein Wunder!

Zunächst einmal ist Grünkohl ein basisches Lebensmittel. Menschen, die schnell übersäuern und Sodbrennen bekommen, ist mit einer vorwiegend basischen Ernährung gut getan, da die basischen Stoffe den Säuren-Basen-Haushalt im übersäuerten Körper regulieren. Grünlkohl kann aber noch mehr. Er liefert viele Proteine, Kalzium und Eisen. Er beinhaltet außerdem Omega-3-Fettsäuren und Vitamine. Dadurch ist er schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt.

 

Rosenkohl:

Was soll ich sagen? Ich liebe Rosenkohl. Andere laufen schreiend vor ihm davon, aber das sollte man sich vielleicht nochmals überlegen. Denn der Kinderschreck Rosenkohl bringt viel Gutes mit sich.

Um nur einiges zu nennen: Rosenkohl ist reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Vitamin C, Folsäure, Vitamin K, Kalium und Eisen. Das Gemüse wirkt im Körper abwehrend gegenüber krebserregenden Stoffen und stärkt das Immunsystem. Die Antioxidantien im Rosenkohl sind entzüngungshemmend und können den Hormonhaushalt regulieren.

 

 

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